Mittelschule Albert-Schweitzer-Strasse, München

Die Mittelschule an der Albert-Schweitzer-Straße wurde im Jahr 1969 eröffnet und liegt im Münchner Osten, im ersten Bauabschnitt des Stadtteils Neuperlach. Nachdem das Schulgebäude über die letzten Jahre grunderneuert wurde, gibt das Referat für Bildung und Sport nun die Sanierung des Pausenhofs in Auftrag.

PAUSENHOF IM SÜDEN

Während sich die Schulsportanlagen und die Turnhallen nördlich des Schulgebäudes befinden, ist der sanierungsbedürftige, große Pausenhof im südlichen Gelände situiert. Die Umgestaltung nimmt Bezug auf den Namensgeber der Schule Albert-Schweitzer und dessen Lebenswerk in Afrika. Für den auch weiterhin weitgehend befestigten Pausenhof dient die afrikanische Steppe als Leitmotiv mit der Absicht, dass sich mehrere Sitzaufkantungen (Beton) mit Hochbeet sowie große Pflanzbeete über die Gesamtfläche streuen und auf lockerer Art und Weise Teilräume definieren. Diese umgrünten Teilräume sind einheitlich aus einer wassergebundenen Wegedecke mit rötlicher Abstreu hergestellt und halten verschiedene Nutzungsangebote für die Schüler bereit. Darunter befinden sich Tischtennisplatten, eine Torwand und Liegedecks aus Holz. Der Asphaltbelag aus dem Bestand wird durch einen Plattenbelag aus Mischformaten im Römischen Verband ersetzt um ein abwechslungsreiches Gesamtbild zu erzeugen.

Der alte Schülergarten im Bereich des Technik-Nebengebäudes westlich der Schule wird durch einen weniger pflegeintensiven Naschgarten ersetzt, dessen Gestaltung ein Hochbeet mit Naschsträuchern, ein Obstspalier zur Verkleidung der Gebäuderückwand und einen neuen Obst-Hochstamm vorsieht.


PARK IM OSTEN

Östlich und südöstlich des Schulgebäudes besteht eine offene Grünfläche mit räumlich wie gestalterisch hochwertigem Baumbestand. Dieser bisher ungenutzte Freiraum soll den Schülern im Zuge der Sanierung zugänglich gemacht und als grüne Parkanlage dem Pausenhof im Süden hinzugefügt werden. Aufgrund des waldartigen Charakters dient der Gestaltung das Landschaftsbild des afrikanischen Tropenwaldes als Vorlage.

Als Anlehnung an die rote Tropenwald-Erde wird die Fläche über ein System aus geschwungenen Parkwegen erschlossen, die gleich den Aufenthaltsbereichen im südlichen Pausenhof ebenfalls aus einer wassergebundenen Wegedecke mit rötlicher Abstreu hergestellt werden. Ein Kletterwald mit unterschiedlichen Spielgeräten aus Holz, Sitzaufkantungen aus Beton und ein frei bespielbares Experimentierfeld runden das Nutzungsangebot des Pausenhofs ab. Die Einfriedung aus Gitterstabmatten sowie der Pufferstreifen aus Sträuchern wird entsprechend fortgeführt und zur Einfassung des dazugewonnenen Geländes verwendet.

Lageplan